YouTube-Creator sind schon seit ein paar Jahren zu OnlyFans gewechselt, und die Gründe dafür sind vielfältiger, als man vielleicht erwartet. Einige tun es wegen Erwachseneninhalten. Andere nutzen die Plattform, um exklusive Einblicke hinter die Kulissen, ungefilterte Q&As oder Fitness-Content zu teilen, ohne dass YouTubes Algorithmus und die Unsicherheit bei den Werbeeinnahmen ihnen im Nacken sitzen.
Der Wechsel ist nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie unberechenbar die Monetarisierung auf YouTube geworden ist. Demonetarisierung passiert ohne Vorwarnung. Die AdSense-Einnahmen schwanken. Und manche Creator wollen einfach eine direkte Verbindung zu Fans, die bereit sind, für Inhalte zu zahlen, die nicht den markensicheren YouTube-Richtlinien entsprechen.
Aber nicht alle YouTuber auf OnlyFans machen das Gleiche.

Warum YouTuber OnlyFans-Accounts eröffnen
YouTubes Regeln zu erwachsenen Inhalten, kontroversen Themen und sogar bestimmten Fitnessvideos haben Creator auf Plattformen gedrängt, auf denen sie Zugang und Preise selbst bestimmen können. OnlyFans ermöglicht es ihnen, eigene Abo-Preise festzulegen, ohne Angst vor Strikes zu posten und pro Abonnent mehr zu verdienen als nur durch Werbung.
Einige Creator nutzen OnlyFans für Erwachseneninhalte. Andere behandeln es wie Patreon – eine Abo-Stufe, bei der Fans früheren Zugang zu Videos, persönliche Antworten, Trainingspläne oder unbearbeitete Vlogs erhalten. Die Plattform ist nicht grundsätzlich explizit, aber sie ist dafür bekannt, weshalb die Öffentlichkeit annimmt, dass jeder YouTuber, der beitritt, auf Erwachseneninhalte umschwenkt.
Und ja, einige tun das. Weil das Geld besser sein kann, besonders wenn sie bereits ein engagiertes Publikum haben, das ihnen plattformübergreifend folgt.
Wer tatsächlich einen OnlyFans-Account hat
Weibliche YouTuber bekommen meist die meiste Aufmerksamkeit, wenn sie OnlyFans-Accounts eröffnen, aber auch männliche Creator sind dort vertreten. Fitness-Influencer, Lifestyle-Vlogger, ehemalige Reality-TV-Persönlichkeiten, Beauty-Creator und sogar einige Gaming-YouTuber haben Accounts eröffnet.
Die Inhalte reichen von komplett explizitem Material bis zu exklusiven Lifestyle-Updates, die auch auf Instagram Stories passen würden. Wenn also jemand sagt, ein YouTuber „hat einen OnlyFans“, bedeutet das nicht automatisch für alle das Gleiche.
Manche Creator machen es öffentlich bekannt. Andere halten es diskreter und teilen den Link nur in ihrer Bio oder über exklusive Posts für Abonnenten. Wenn du herausfinden willst, welche YouTuber auf der Plattform sind, solltest du am besten ihre Instagram- oder Twitter-Bios checken – dort wird es meist beworben.

Welche Art von Inhalten sie posten
Das hängt ganz vom Creator ab.
Fitness- und Wellness-YouTuber posten vielleicht Trainingsvideos, Ernährungspläne, Fortschrittsfotos oder Technik-Checks, die auf YouTube wegen enger Kleidung oder körperbetonter Darstellung nicht gut ankommen würden. Beauty- und Lifestyle-Creator teilen manchmal Make-up-Tutorials, Unboxing-Videos oder Alltagsinhalte ohne Schnitt und ohne Werbepartner.
Dann gibt es Creator, die OnlyFans für Erwachseneninhalte nutzen – Fotos, Videos und Direktnachrichten, die auf YouTube oder Instagram nicht erlaubt wären. Das ist die Seite der Plattform, an die die meisten zuerst denken, und es ist auch die Seite, die die meisten Abonnements bringt, wenn der Creator bereits bekannt ist.
Die Preise sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Manche Accounts kosten 5 $ im Monat. Andere verlangen 30 $ oder mehr, besonders wenn der Creator schon bekannt ist oder explizite Inhalte postet. Pay-per-View-Nachrichten und Trinkgelder bieten eine zusätzliche Einnahmequelle neben dem Basis-Abo.
Wie Fans diese Accounts finden
Die meisten Fans erfahren über Social Media davon. Creator geben Hinweise in Instagram Stories, verlinken ihren OnlyFans in TikTok-Bios oder erwähnen es beiläufig in Tweets. Auch Reddit-Threads und Foren sammeln Listen von YouTubern, die gewechselt sind, wobei diese Listen nicht immer aktuell oder korrekt sind.
Wenn ein YouTuber offen damit umgeht, postet er meist einen Teaser oder eine Ankündigung, in der erklärt wird, was Abonnenten erwartet – egal ob exklusive Vlogs, Q&As, Fitness-Content oder etwas Expl