OnlyFans gelangte 2020 ins breite öffentliche Bewusstsein, aber die Plattform existierte bereits seit 2016. Die Pandemie veränderte alles. Plötzlich fanden Kreatoren, die durch geschlossene Veranstaltungsorte, abgesagte Events und stillgelegte Unternehmen Einkommensquellen verloren hatten, einen Weg, direkt Geld zu verdienen. Und die Zuschauer? Sie waren zu Hause, online und suchten nach Verbindung.
Doch der Popularitätsschub der Plattform kam nicht über Nacht. Sie wuchs langsam und beschleunigte sich dann rasant, als einige Schlüsselmomente zusammenkamen.

Wie OnlyFans begann (und warum es eine Weile dauerte, bis es durchstartete)
OnlyFans wurde 2016 als Abonnement-Plattform für Kreatoren gegründet, um exklusive Inhalte mit zahlenden Fans zu teilen. Das Konzept war nicht neu – Patreon gab es bereits –, aber OnlyFans bot mehr kreative Freiheit und behielt einen kleineren Anteil an den Einnahmen (20 % im Vergleich zu Patreons gestaffelten Gebühren).
Frühe Nutzer waren vor allem Fitnesstrainer, Musiker und Influencer, die Premium-Inhalte anbieten wollten, ohne auf Marken-Deals oder Werbeeinnahmen angewiesen zu sein. Auch Anbieter von Erwachsenen-Inhalten sahen das Potenzial. Die Plattform verbot keine NSFW-Inhalte wie Instagram oder YouTube, was sie zu einer der wenigen Mainstream-Optionen für Kreatoren in diesem Bereich machte.
Wie lange gibt es OnlyFans also schon? Mittlerweile fast ein Jahrzehnt. Aber die meisten hörten erst 2020 davon.
Wann wurde OnlyFans eigentlich populär?
März 2020 veränderte alles.
Fitnessstudios schlossen. Konzerte wurden abgesagt. Persönliche Arbeit fiel weg. Kreatoren, die ihr Geld mit Auftritten, Clubs, Events oder Markenpartnerschaften verdienten, standen plötzlich ohne Einkommen da. OnlyFans wurde zur Rettungsleine. Es ermöglichte ihnen, weiterhin zu verdienen, indem sie direkt mit ihrem Publikum in Kontakt traten – ganz ohne Zwischenhändler.
Gleichzeitig scrollten Menschen, die zu Hause festsaßen, endlos durchs Internet und konsumierten mehr digitale Inhalte als je zuvor. Die Kombination aus verzweifelten Kreatoren und gefesseltem Publikum schuf den perfekten Sturm.
Mitte 2020 hatte OnlyFans über 30 Millionen registrierte Nutzer. Kreatoren traten der Plattform täglich zu Tausenden bei. Prominente meldeten sich an – Cardi B, Bella Thorne, Tyga – und plötzlich war die Plattform überall. Nachrichtenportale berichteten, soziale Medien diskutierten darüber, und Google-Suchanfragen wie „Wie funktioniert OnlyFans?“ schossen in die Höhe.
Da wurde es populär. Nicht nur bekannt, sondern kulturell unausweichlich.
Warum OnlyFans durchstartete (und relevant blieb)
Einige Dinge unterschieden OnlyFans von anderen Kreatoren-Plattformen.
Erstens: Direkte Monetarisierung. Kreatoren legten ihre eigenen Abonnementpreise fest, verkauften Pay-per-View-Inhalte und nahmen Trinkgelder an. Kein Warten auf Werbeeinnahmen oder darauf, dass eine Marke auf einen aufmerksam wird. Fans zahlten direkt, und man behielt 80 %.
Zweitens: Die persönliche Verbindung. Bei OnlyFans ging es nicht um virale Videos oder das Jagen nach Algorithmen. Es ging um Zugang. Fans zahlten für exklusive Inhalte, private Nachrichten und individuelle Wünsche. Diese Intimität sorgte dafür, dass Abonnenten länger blieben als bei typischen Social-Media-Interaktionen.
Drittens: Flexibilität. Man konnte posten, was man wollte – Fitnessroutinen, Kochanleitungen, Behind-the-Scenes-Vlogs, Cosplay, Kunst oder Erwachsenen-Inhalte. Die Plattform kümmerte das nicht. Sie stellte nur die Werkzeuge zur Verfügung und nahm ihren Anteil.
Und ehrlich? Der Erwachsenen-Inhalte-Aspekt half der Sichtbarkeit. Mainstream-Medien lieben Kontroversen, und OnlyFans bot ihnen eine. Jede Schlagzeile schürte mehr Neugier, mehr Anmeldungen, mehr Kreatoren, die es ausprobierten.

Wie funktioniert OnlyFans für Zuschauer?
Wenn du dich fragst, wie OnlyFans für Zuschauer funktioniert: Es ist einfach. Du erstellst ein Konto (kostenlos), stöberst durch die Kreatoren und abonnierst diejenigen, die du unterstützen möchtest. Abonnements kosten in